Abteilung für Palliativmedizn und Schmerztherapie Erfurt

Leitende Ärztin: Dr. med. Sabine Sonntag-Koch

 
   
 

Chronische Schmerztherapie

Seit 1996 hat sich an der Klinik eine Schmerzambulanz zur Betreuung chronisch schmerzkranker Patienten etabliert.
Ein Schwerpunkt ist die Therapie von chronischen Rückenschmerzen radikulärer und nichtradikulärer Genese mit zum Teil hohem Chronifizierungsgrad. Aber auch Patienten mit Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen, Nozizeptorschmerzen, Schmerzen des Bewegungsapparates und Ischämieschmerzen werden in unserer Ambulanz behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Therapie  neuropathischer Schmerzen. So gehört insbesondere die Betreuung von Patienten mit Postzosterneuralgie, schmerzhafter Polyneuropathie, Komplexem Regionalem Schmerzsyndrom,  chronischen Deafferenzierungs- und Phantomschmerzen sowie zentralem Schmerzsyndrom zu den Aufgaben der Schmerzambulanz.

Vom Personal der Schmerzambulanz wird der postoperative und konsiliarische Schmerzdienst im Haus organisiert und durchgeführt. Viele der konsiliarisch mitbehandelten Patienten, mit Tumorschmerzen beispielsweise, werden über die stationäre Therapie hinaus in der Schmerzambulanz weiterversorgt.
Weiterhin werden Schmerzpatienten z.B. zur Entzugsbehandlung bei medikamenteninduziertem Kopfschmerz oder zur Durchführung invasiver Techniken z.B. der Anlage eines Periduralkatheters oder eines Katheters im Bereich des Plexus brachialis sowie des Plexus lumbosacralis stationär aufgenommen und von uns betreut.

Darüber hinaus werden Ganglionäre lokale Opioidanalgesien (GLOA) am Ganglion stellatum und am Ganglion cervicale superius u.a. bei der Therapie von Komplexen Regionalen Schmerzsyndromen, Postzosterneuralgien oder Trigeminusneuralgien eingesetzt. Konsiliarisch mit den Radiologen des Hauses kommen auch CT-gestützte lumbale Grenzstrangblockaden oder eine Blockade am Plexus coeliacus indikationsgerecht zum Einsatz. Gemeinsam mit den Orthopäden und Neurochirurgen stellen wir die Indikation für den Einbau von Medikamentenpumpen und zur Spinal Cord Stimulation.