Abteilung für Palliativmedizn und Schmerztherapie Erfurt

Leitende Ärztin: Dr. med. Sabine Sonntag-Koch

 
   
 

Physiotherapie in der Palliativmedizin

Zur Anwendung kommen hauptsächlich als aktive Maßnahmen:

  • Kräftigende Übungen
  • Koordinationsübungen
  • Übungen zur Körperwahrnehmung
  • Entspannungsübungen
  • Atemtherapie
  • Training der Aktivitäten des täglichen Lebens (Gang zum Waschbecken und Toilette, Treppen steigen)

Passive Maßnahmen sind:

  • Alle Arten von Massagen (entspannend, schmerzlindernd, darmanregend usw.)
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Kompressionsbehandlung
  • Lagerungen gegen Schmerzen, zur Prophylaxe von Kontrakturen und Dekubitus
  • Elektrotherapie

Die physiotherapeutischen Maßnahmen schaffen in vielen Fällen Erleichterung und Hilfe.

Die Zuwendung zum Patienten bedeutet natürlich auch oft eine psychische Unterstützung. Erfolgserlebnisse, auch noch so kleine, stärken das Selbstbewusstsein und können depressive Phasen abkürzen. Der Ansatz zur Physiotherapie geht von der positiven, lebensbejahenden Seite des Patienten aus. Patienten dürfen nicht überfordert oder gezwungen werden. Auch totale Ablehnung physiotherapeutischer Maßnahmen müssen respektiert werden. Der Patient entscheidet selbst über Ausmaß und Intensität der Maßnahmen.